
Überblick
Seit 1999 fördert die
Deutsche Krebshilfe das interdisziplinäre Verbundprojekt „Familiärer
Darmkrebs“ an sechs Universitätskliniken (Bonn, Bochum, Dresden,
Düsseldorf, Heidelberg und München/Regensburg). Ziel des Verbundprojektes, in
dem Internisten, Humangenetiker, Chirurgen und Pathologen eng zusammenarbeiten,
ist es, Standards für eine optimale Betreuung von Patienten mit erblichem
Dickdarmkrebs und deren Familien zu erarbeiten, welche die klinische und
molekulargenetische Diagnostik, die humangenetische Beratung sowie
Früherkennung/ Vorsorge und Therapie einschließen. Hierzu müssen Strategien
identifiziert werden, um Risikopersonen bzw. Anlageträger zu identifizieren und
in gezielten Vorsorgeprogrammen zu betreuen; außerdem müssen geeignete
Vorsorgeprogramme identifiziert und deren Effizienz überprüft werden. Diese
Standards sollen später in die allgemeine Patientenversorgung übernommen
werden.
Ein weiteres Ziel des
Verbundprojektes liegt darin, Betroffene und Ärzte sowie auch die Bevölkerung
über die Möglichkeiten der Identifizierung von Hochrisikopersonen für Darmkrebs
und über entsprechende Früherkennungsuntersuchungen zu informieren.
Die Arbeiten der klinischen
Zentren werden durch eine Dokumentationszentrale für die Erfassung und
wissenschaftliche Auswertung der im Rahmen der Studie erhobenen Informationen
sowie ein Zentrum für Referenzpathologie unterstützt.
Das Verbundprojekt wird von
einem Programmkomitee überwacht und gesteuert. Mitglieder des Programm-Komitees
sind die gewählten Vertreter der beteiligten Fachgebiete (Klinik, Humangenetik,
Molekulargenetik, Pathologie, Biometrie) sowie die Sprecher der Zentren.
Professor Dr. med. P. Propping ist Sprecher des Verbundprojektes.
Im Rahmen der Studie werden
Familien und Patienten mit Verdacht auf HNPCC erfasst und betreut.